Bruzzelhütte bei Radio Hamburg
"KOHLE oder KNEIFEN"
Montag, den 28.09.2009
Kohle oder Kneifen - Die schärfste Currywurst

Radio Hamburg Studio, Montag, den 28.09.09 um 7:17 Uhr
Jetzt wird es scharf im Radio Hamburg Studio! Und zwar nicht
nur einfach scharf, sondern höllisch scharf, denn bei Kohle oder
kneifen geht es für unsere Top Ten in die nächste Runde. Und
da warten leckere Currywürste auf sie. Stefan Rupprecht, Chef
der "Bruzzelhütte" hat Saucen in verschiedenen Schärfegraden
dabei, und die haben es wirklich in sich! In drei Stufen serviert
Stefan den Top Ten die schärfste Currywurst der Stadt - werden
sie sie essen und auch runterschlucken oder doch kneifen?
Sehen Sie selbst.

Auf einem Kontaktgrill werden die Würstchen in der Radio
Hamburg Küche vorbereitet. Sehen lecker aus, aber auch die
haben es schon in sich: "Ich habe die extra so vorbereitet,
dass sie auch schon Schärfegrad acht haben", erzählt Stefan.
"Damit sind sie genau so scharf wie die erste Sauce."

Und von der Sauce kommt jetzt auch ein ordentlicher Kleks auf
jede Portion Currywurst. Drei Stückchen muss jeder Kandidat
essen und auch runterschlucken.

Und mit dieser Sauce wird die Currysauce für Stufe eins
"verfeinert": Vicious Viper heißt sie und enthält so leckere
Zutaten wie Habanero Peppers.

Auf jede Portion träufelt Stefan einen ordentlichen Schuss und
zaubert so Stufe eins, das "Krasse Curry".

Zu einer stilechten Currywurst gehört natürlich auch...Curry.
Der wird jetzt noch auf die fertigen Würstchen gestreut.

Dann ist es angerichtet: Sieht doch eigentlich lecker aus, oder?

In jede Schale kommt noch eine kleine Chili-Schote. Insgesamt
150.000 Scoville-Einheiten ist die erste Runde scharf. In dieser
Einheit wird der Schärfefaktor berechnet.
Zum Vergleich: Normaler Tabasco misst etwas 3.500 Scoville-
Einheiten, und man bräuchte 3.500 Tropen Wasser, umn einen
Tropen Tabasco zu neutralisieren.

Dann kommen auch die Kandidaten in die Küche. "Das ist nicht
Euer Ernst, das riecht ja schon scharf", hält sich die Begeisterung
in Grenzen.

"Wir beginnen bei einer ziemlich hohen Stufe", erklärt Stefan
den Kandidaten. Und damit nichts passieren kann, sind auch
zwei Sanitäter vor Ort.

Mit etwas mulmigem Gefühl hören die Top Ten zu, was Stefan
über die Schärfegrade erzählt. "Und das um diese Uhrzeit",
stöhnen sie.

Dann heißt es "Guten Appetit"! Wichtig ist, dass die Kandidaten
nichts trinken dürfen, bevor sie die drei Stückchen Currywurst
vollständig gegessen haben. Erst dann wartet ein kühles Glas
Milch, um die Schärfe zu neutralisieren.

Schon nach den ersten Bissen kommen einige ziemlich ins Schwitzen.

"Fertig", tönt es nach wenigen Minuten aus der Ecke. Kevin
Schütte hat die drei Stückchen als erster aufgegessen. Dabei
ist er zwar ins Schwitzen gekommen, aber außer einem
Schluckauf hat die Schärfe keine Nebenwirkungen hinterlassen.

Anders sieht es bei Sabrina Banz aus. Die schwitzt, ihr Augen
Tränen, und dem Magen geht es auch nicht wirklich gut. Aber
trotz allem denkt Sabrina nicht daran zu kneifen und isst die
drei Stückchen auf.

Miriam Kohler hat nicht nur mit der Schärfe zu kämpfen,
sondern auch mit der Wurst. "Ich bin Vegetarierin, und es ist
wirklich schlimm für mich, jetzt die Currywurst zu essen."
Will sie kneifen? "Nein, ich esse das jetzt!", so Miriam tapfer.

Die erste Wurst-Runde haben alle Kandidaten überstanden,
jetzt wartet Runde zwei: Das "Koma-Curry". Stefan zückt
schon mal die nächste Flasche mit Sauce.

Diesmal zieht sich der Bruzzelhütten-Chef lieber Gummi-
handschuhe an, damit nichts von der Sauce an die Haut kommt.

"Schwarze Witwe" heißt diese scharfe Sauce und fährt laut
Etikett "schwere Geschütze auf". Lassen sich alle Kandidaten
beißen?

Knusprig braun gebraten warten die nächsten Currywürste
auf die Kandidaten.

In den Schälchen wird jede Portion mit einem Löffel der
"Schwarzen Witwe" verfeinert.

Damit auch auf jeder Portion die gleiche Menge ist, misst
Stefan die Sauce mit einem Löffel ab. Stolze 500.000
Scoville-Einheiten ist die "Koma-Currywurst" scharf.

Zum zweiten Mal heißt es dann "Guten Hunger" für unsere
Top Ten. Wieder entscheiden sich alle für "Kohle", dann haut
mal rein!

"Alter ist das scharf", japst Kevin nach Luft.

Und auch Steffi Nowosielksi kommt ordentlich ins Schwitzen,
und ein paar Tränen kullern aus ihren Augen.

Kauend kämpfen die Kandidaten gegen die Schärfe an, die
rettenden Gläser mit der Milch stehen schon in Reichweite.

Sven Hoffmann schafft die zweite Portion als erster.
"Und, wie wars?" will Horst wissen und erntet ein "Leeeeecker".
Hören wir da etwa Ironie heraus? Seine Taktik:
"Möglichst schnell einfach runter damit."

Die anderen Neun kämpfen noch gegen die Schärfe an, Sabrina
Banz versucht es mit Nase-Zu-Halten. Ob das etwas nützt?

Und auch Miriam geht es nicht wirklich gut. "Das Schlimmste
ist gar nicht die Schärfe, sondern die Wurst", stöhnt sie.

Eva-Maria Dohrau und Martin Deckert sind inzwischen einen
Schritt weiter: BEide haben ihre Schälchen geleert und diese
Runde überstanden.

Manuel Skok zeigt uns als nächster, dass er fertig gegessen
hat. "Das ist einfach nur der Hammer", keucht er.

Sabrina ist inzwischen auch fertig und gießt sich schnell ein
Glas kühle Milch nach.

"Schrecklich", findet Sabrina und stürzt die Miclh runter,
bevor sie nach draußen stürmt. "Ich muss an die frische Luft."

Als Letzte kämpft Miriam gegen ihren inneren Schweinehund.
Aber auch sie schafft es und bringt Runde zwei erfolgreich
hinter sich.

"Alles aufgegessen", ist Miriam stolz.

Noch eine Portion Wurst trennt unsere Top Ten vom Einzug in
die nächste Runde. Und weil die nächste Sauce wirklich
unglaublich scharf ist, wird sie per Pipette in die Currysauce
geträufelt.

"Da Bomb" heißt die Sauce, die aus Chili-Extrakt besteht und
auf der "Killer-Currywurst" gegessen werden muss - das
Ganze ist 500 Mal schärfer als Tabasco.

Damit er nicht zu viel in die Sauce träufelt, sieht Stefan lieber
genau nach, wie voll das scharfe Fläschchen noch ist.

Noch einmal schön umrühren und...

...dann wird jede Wurstscheibe einzeln beträufelt.

In den Topf kommt außerdem noch ein Schuss der
"Schwarzen Witwe".

Anschließend schnibbelt Stefan noch ein paar getrocknete
Chili-Schoten klein.

In kleinen Stückchen werden die auch noch unter die Sauce gemixt.

Jetzt heißt es zum letzten Mal: Es ist angerichtet! Sieht lecker
aus, aber tauschen möchte in diesem Moment wohl niemand
mit den Top Ten.

Mit skeptischen Blicken sitzen die Kandidaten vor ihrer letzten
Wurstschale. Dann stellt John Ment die entscheidende Frage:
"Kohle oder kneifen"? "Kohle" lautet die einstimmige Antwort.

Noch etwas zögerlich stochern Steffi und Kevin in ihren Schalen
herum. "Ich warte erstmal kurz, was die anderen sage", lacht
Kevin, schiebt sich aber dann ganz schnell die drei Stückchen
in den Mund.

An beiden Tischen wird einträchtig gegessen.

Nebenbei füllen alle ihre Milchgläser neu auf.

Kevin hat es schon geschafft und stürzt die neutralisierende
Milch in einem Zug hinunter.

Sabrina schwitzt zwar immer mehr, schlägt sich aber tapfer.

Manuel hat es schon geschafft und fühlt sich "eigentlich ganz
gut". "Ein kleiner Nachbrenner kommt jetzt in einer Minute,
der richtige dann in zwei bis drei Stunden"; warnt Stefan ihn vor.

Sven sieht zwar etwas geschafft aus, aber auch er hat die
Herausforderung erfolgreich gemeistert.

Und wieder ist es Miriam, die als Letzte mit dem letzten
Stückchen Wurst kämpft. Aber nach einigen Minuten hat auch
sie es geschafft - und wieder haben es alle "Top Ten"
-Kandidaten in die nächste Runde geschafft!
"Fotos und Text: Radio Hamburg Webreporter"
Mopo, Pro 7,
Radio Hamburg,
Bild & Sat. 1
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